Kultur

Das Kirchlein zum S. Vigilio

Dieses Kirchlein stammt aus dem 13. Jahrhundert und ist dem Hl. Vigil geweiht, dem Bischof von Trient, gestorben 400 n. Ch. Wegen seines hohen Kunstwertes gehört es zu den amtlich registrierten Kunstdenkmälern der Autonomen Provinz Trient.
Die Restaurierung der Fresken und Mauer wurde erst vor kurzer Zeit abgeschlossen (1991 – 1995). Auf der Außenseite kann man ein wertvolles romanisches Portal mit einer Freskolünette (Heiland, Gottesmutter und Hl. Johannes) bewundern, zusammen mit einem Freskenzyklus mit der Gottesmutter und Jesuskind, der Hl. Katharina, dem Hl. Vigil, dem Hl. Anton Abate und dem Hl. Christophorus.
Das Innere ist geprägt vom Zusammenwachsen zwischen einer ursprünglichen romanischen Kirche aus dem 13. Jahrhundert und der späteren gotischen aus dem Jahre 1536.

Altes Sagewerk

Das Sägewerk wurde etwa 1500 von einer Dorfgenossenschaft gebaut, unterstützt vom damaligen Seelsorger Hochw. Taialacqua, der die wirtschaftliche Lage der Bauern bessern wollte. Der rechteckige Bau, der etwa 11m mal 5m misst, besteht aus zwei Stockwerken. Im oberen Stock, wo sich das Tragwerk befindet, wird das Holz gesägt. Im kleinen Raum nebenan konnte der Arbeiter sich eine warme Mahlzeit zubereiten und die Nacht verbringen. Im unteren Stock wird das Sägemehl abgelagert. Das Sägewerk wird von Wasser betrieben. Das Wasser bewegt eine Holzschaufel mit einer eingebauten Holzspindel (Buche, Durchmesser 10 cm), die ihrerseits eine Kurbelstange in Bewegung setzt, welche die Baumstämme schneidet.
Solch ein Sägewerk wird „venezianisch“ genannt, um es von den mitteleuropäischen „Angustanern“ zu unterscheiden. Diese Sägewerke stammen eben aus dem venezianischen Raum und gehören der dortigen Holztradition an. Das Endprodukt des Sägewerks Taialacqua waren 6 bis 10 mm breite, „Molvene“ genannte, Bretter, welche im Gebiet rund um Riva del Garda verkauft und zur Poebene verfrachtet wurden.Aufgrund seines historischen Wertes und seines ausgezeichneten Zustandes wurde das venezianische Sägewerk Taialacqua in die Auflistung der Ethnographischen Reiserouten des Trentino aufgenommen, welche vom Museum für Bräuche und Traditionen des Trentino in San Michele all’Adige zusammengestellt wurde.

Den Bauernhof erleben

Im Zusammenhang mit den Restaurierungsarbeiten der Bergalm „Malga Tovre“, ist aufgrund der touristischen Bedeutung des Gebietes, außer der typischen Aktivität einer Sommeralm auch eine parallel zur Hauptaktivität laufende Initiative realisiert worden, bei der die Arbeiten des täglichen Lebens auf einer Bergalm hervorgehoben werden, damit sie für die Gäste sichtbar und erlebbar werden.
Der Lehrbauernhof bietet daher den Besuchern die Möglichkeit emotionale, praktische und spielerische Erfahrungen zu sammeln, auch mittels interaktiver Momente in der Gruppe oder für den Einzelnen im engen Kontakt mit der Natur und den typischen Tieren der alpinen Tradition.
Der Bauernhof befindet sich auf halber Strecke zwischen den Lokalitäten Pradel und Tovre und ist von da aus nur zu Fuß in etwa 15 Minuten erreichbar.
Öffnungszeiten: von Juni bis September.
Neben dem Bauernhof gibt es der Abenteuerpark Forestpark.